Ein DATEV-Export überführt Ihre Rechnungsdaten in einen DATEV-konformen Buchungsstapel im DATEV-Format (EXTF), den Ihre Steuerberatung direkt in DATEV importieren kann. Bei Fortlauf ist dieser Export auf denselben strukturierten Rechnungsdaten angelegt wie die E-Rechnung — er ist aber noch nicht nutzbar: Es gibt bislang keine Oberfläche dafür und keinen Abruf über einen API-Schlüssel. Der DATEV-Export steht damit auf der Roadmap.
Wer E-Rechnungen ausstellt, braucht sie am Ende auch verbucht. Der Weg zur Steuerberatung führt in vielen Kanzleien über DATEV — und genau dort setzt der DATEV-Export an: Er überführt Ihre Rechnungsdaten in einen Buchungsstapel, den die Kanzlei direkt importiert. Dieser Beitrag ordnet ein, was ein DATEV-Export leistet, was das EXTF-Format ist und wo die Grenze zwischen “DATEV-Format” und den DATEV-Partnerstatus verläuft.
Was der DATEV-Export macht
Ein DATEV-Export nimmt Ihre strukturierten Rechnungsdaten und erzeugt daraus einen DATEV-konformen Buchungsstapel im DATEV-Format (EXTF) — eine CSV mit definiertem Kopf, die Ihre Steuerberatung in DATEV einliest. So entfällt das manuelle Abtippen von Belegen in der Kanzlei, und die Buchungssätze bleiben mit Ihren Rechnungen konsistent.
Bei Fortlauf ist dieser Export auf denselben strukturierten Daten angelegt wie die E-Rechnung — er ist jedoch noch nicht nutzbar: Es gibt bislang keine Oberfläche dafür, und der Abruf über einen API-Schlüssel ist nicht freigegeben. Der DATEV-Export gehört damit auf die Roadmap, nicht in den heutigen Funktionsumfang.
Der Ansatz dahinter: kein zweiter Erfassungsweg, keine Abweichung zwischen dem, was der Kunde als XRechnung/ZUGFeRD bekommt, und dem, was in der Buchhaltung landet.
Eine DATEV-Zertifizierung für Schnittstellen gibt es nicht
Diese Unterscheidung ist wichtig und wird oft vermischt:
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| DATEV-Format-Export (EXTF) | Eine Datei im korrekten DATEV-Import-Format. Das bereitet Fortlauf vor (Roadmap). |
| DATEV-Partnerstatus (Marktplatz Premium, Schnittstellen Partner, Schnittstellen Anbieter) | Listungen im DATEV-Marktplatz. Sie setzen sämtlich einen Online-Datenservice voraus — ein reiner Dateiexport erreicht keinen davon. Das frühere Siegel “Anbieter mit DATEV-Schnittstelle” wurde Anfang 2023 abgelöst. |
Fortlauf bereitet den DATEV-Format-Export vor. Ein Siegel behaupten wir nicht — es gibt für Schnittstellen auch keines. Wer heute “DATEV-zertifiziert” liest, sollte nachfragen, was gemeint ist: das Dateiformat, ein Marktplatz-Partnerstatus, oder ein Siegelname, den DATEV seit Anfang 2023 nicht mehr vergibt.
Der saubere Datenfluss: einmal erfassen, mehrfach ausgeben
Der Gewinn liegt in der gemeinsamen Datenquelle:
- An den Kunden: die E-Rechnung als XRechnung (reines XML) oder ZUGFeRD/Factur-X (hybrides PDF/A-3). Wie das technisch entsteht, zeigt E-Rechnung per API.
- An die Steuerberatung: der DATEV-konforme Buchungsstapel (EXTF).
Beide Ausgaben stammen aus einem EN-16931-Datenmodell — die Beträge und die USt-Aufschlüsselung werden serverseitig gerechnet, sodass Beleg und Buchung nicht auseinanderlaufen.
Aufbewahrung und Archivierung
Für die unveränderbare Aufbewahrung der strukturierten Originale gilt die GoBD; Details zu Fristen finden Sie unter Compliance. Fortlauf unterstützt GoBD-konforme Archivierung der strukturierten Originale — diese Funktion ist in Arbeit.
Für wen der DATEV-Export zählt
Für Software-Anbieter, deren Kunden mit einer DATEV-Kanzlei arbeiten, wird der Export ein handfestes Verkaufsargument sein: “Ihr Steuerberater bekommt einen DATEV-Buchungsstapel” nimmt der Buchhaltung Arbeit ab. Wie E-Rechnung und Kanzlei insgesamt zusammenspielen, ordnet E-Rechnung und Steuerberater ein; wie Fortlauf die Ausgabe-Schicht bereitstellt, sehen Sie im Plattform-Überblick.
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