Für inländische B2B-E-Rechnungen ist kein bestimmtes Übertragungsnetz vorgeschrieben — die E-Mail ist ein zulässiger Übertragungsweg. Peppol ist ein optionaler Kanal, der an Bedeutung gewinnt, aber keine Pflicht ist. Erzeugung und Versand sind zwei getrennte Schritte: Das Format (XRechnung/ZUGFeRD) ist unabhängig vom Weg zum Empfänger.

Rund um die E-Rechnung wird oft Erzeugung mit Übertragung verwechselt: “Muss ich jetzt Peppol nutzen?” Dieser Beitrag trennt die beiden Ebenen und zeigt, welche Übertragungswege für inländisches B2B zulässig sind.

Erzeugung und Versand sind getrennt

Eine E-Rechnung ist zunächst ein strukturiertes Dokument nach EN 16931 (XRechnung oder ZUGFeRD/Factur-X). Wie dieses Dokument zum Empfänger kommt, ist eine separate Frage. Diese Trennung ist wichtig: Sie erzeugen den Beleg einmal und wählen den Weg unabhängig.

Die zulässigen Wege im Überblick

WegKurz
E-MailFür inländisches B2B ein zulässiger Übertragungsweg; kein Netzwerk vorgeschrieben.
Portal / DownloadBereitstellung zum Abruf durch den Empfänger — ebenfalls möglich.
PeppolStandardisiertes Übertragungsnetz; optional, gewinnt an Bedeutung, aber keine Pflicht für inländisches B2B.

Für inländisches B2B ist kein bestimmtes Übertragungsnetz gesetzlich vorgeschrieben — die E-Mail genügt. Details zur Einordnung in die Pflicht finden Sie unter Compliance.

Wann Peppol sinnvoll ist

Peppol ist dort stark, wo viele Partner ohnehin daran angebunden sind — im Behördenkontext und bei größeren Counterparties. Für einen deutschen SMB-Empfänger, der seine Rechnung per E-Mail entgegennimmt, bringt Peppol 2026 dagegen oft keinen Mehrwert. Es ist eine Option, kein Muss.

Was das für Software-Anbieter heißt

Wenn Ihre Software im Namen Ihrer Kunden abrechnet, sollten Sie die Erzeugung sauber von der Zustellung trennen. So bleibt die Integration flexibel: Das Format entsteht einmal, der Kanal ist austauschbar.

Fortlauf erzeugt XRechnung und ZUGFeRD/Factur-X und versendet ausgestellte Rechnungen per E-Mail über den eigenen SMTP-Zugang des Unternehmens — ein zulässiger B2B-Weg. Peppol ist als Kanal auf der Roadmap; wie das Netzwerk technisch funktioniert und wie eine API die Anbindung vorbereitet, erklärt Peppol per API anbinden. Wie die Erzeugung technisch aussieht, zeigt E-Rechnung per API; die Formate erklären XRechnung und ZUGFeRD / Factur-X.

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Häufige Fragen

Darf ich eine E-Rechnung einfach per E-Mail verschicken?
Ja. Für inländisches B2B ist kein Übertragungsnetz vorgeschrieben; die E-Mail ist ein zulässiger Weg. Entscheidend ist, dass die Rechnung ein strukturiertes Format nach EN 16931 hat (XRechnung oder ZUGFeRD), nicht über welchen Kanal sie zugestellt wird.
Brauche ich Peppol?
Für inländisches B2B ist Peppol nicht verpflichtend. Es ist ein standardisiertes Übertragungsnetz, das vor allem bei Behörden und größeren Counterparties an Bedeutung gewinnt. Für viele deutsche SMB-Rechnungen ist es 2026 noch nicht der Standard.
Ist der Übertragungsweg Teil des Rechnungsformats?
Nein. Erzeugung (das strukturierte Dokument) und Versand (der Kanal) sind getrennt. Sie erzeugen den Beleg einmal und entscheiden unabhängig davon, ob er per E-Mail, über ein Portal oder über Peppol zugestellt wird.